C.·.G.·.L.·.E.·.M.·.

Konföderation der Großlogen von Europa und dem Mittelmeerraum

Über Ländergrenzen hinweg setzt sich dieses Bündnis respektabler Großlogen für die Bewahrung freimaurerischer Traditionen sowie für die Stärkung von Brüderlichkeit, Ethik und geistigem Austausch über Generationen hinweg ein.

Vision

Herausforderungen und Chancen in unserer modernen Welt

Die universelle Freimaurerei und ihr geistiges Erbe stehen in einer Zeit tiefgreifender globaler Umbrüche vor neuen Herausforderungen. Beschleunigter Wandel, wachsende Individualisierung und der Verlust gemeinschaftlich getragener Werte prägen eine Welt, in der Orientierung zunehmend schwieriger wird. Auch innerhalb der weltumspannenden Freimaurerei führen diese Entwicklungen zu unterschiedlichen Auslegungen und Wegen.

Gleichzeitig nehmen politische, kulturelle und religiöse Spannungen weltweit zu. Konflikte, Migrationsbewegungen und humanitäre Krisen sind Ausdruck einer globalen Instabilität, die längst nicht mehr auf einzelne Regionen begrenzt ist. Zudem ist die Annahme dauerhaft überwundener Grenzen einer ernüchternden Realität gewichen: Territoriale Fragen und Machtansprüche sind erneut Teil des weltpolitischen Geschehens – auch in Europa.

Inmitten dieses sich wandelnden politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Umfelds wächst die Verantwortung des Einzelnen ebenso wie die der Gemeinschaft. Die Arbeit am Menschen, das bewusste Streben nach Erkenntnis und das Wirken im Lichte der Vernunft bleiben dabei zeitlose Grundlagen eines geistigen Bauwerks, das über äußere Umstände hinaus Bestand hat. Die bewusste Auseinandersetzung mit humanistischen Werten, geistiger Orientierung und verantwortungsvollem Handeln gewinnt damit neue Aktualität und Bedeutung.

Das Ziel der Konföderation der Großlogen von Europa und dem Mittelmeerraum ist es daher, die ursprünglichen und wertvollen Schriften, Regeln und Werte der Freimaurerei sowie ihren spirituellen Kontext zu bewahren – geschaffen vor Jahrhunderten von Intellektuellen, deren Inhalte heute aktueller sind denn je – und sie im 21. Jahrhundert neu zu verankern.
Dies kann nur gelingen, wenn jeder Einzelne von uns seinen Horizont erweitert und einen Diskurs führt, der den Dimensionen der heutigen Weltordnung gerecht wird.